E-BIKE: DIE VOR- UND NACHTEILE IM ÜBERBLICK

Info-Grafik. Verkauf. E-Bikes Deutschland 2010 bis 2020

Verkauf. E-Bikes in Deutschland von 2010 bis 2020
Verkauf. E-Bikes in Deutschland von 2010 bis 2020 Quelle: de.statista.com

Bereits 2019 war jedes dritte verkaufte Fahrrad in Deutschland ein E-Bike. Und E-Bikes liegen weiterhin im Trend. Die E-Bike-Studie 2020 von Fahrrad XXL hat gezeigt, dass nicht nur Pendler in Großstädten Interesse an E-Bikes haben, sondern sich die Zielgruppe auch auf Dörfer, Kleinstädte, mittlere und große Städte aufteilt. E-Bikes werden somit überall genutzt. Das elektrische Fahrrad ist zum Allrounder für die Stadt geworden und heutzutage nicht mehr wegzudenken. Radmarken setzen sich aufgrund der steigenden Nachfrage schon seit einiger Zeit mit E-Mobilität auseinander und bringen regelmäßig neue Elektrofahrräder auf den Markt. Der Fahrradmarkt boomt und die Artenvielfalt auf dem Radweg wächst. Vor 10 Jahren hätte sich niemand gedacht, dass sich sogar Junge und Sportler um E-Bikes reißen werden. Günstig sind diese jedoch nicht! Doch hält das hochgelobte E-Bike auch was es verspricht?



Vorteil: Mobilität auch in hügeligen Regionen



Der Körper wird durch den Elektromotor entlastet und Gelenke werden geschont – er dient als Hilfestellung, um steile Anstiege und anspruchsvolle Abschnitte besser zu meistern. Wer hat sich denn nicht schon einmal ein wenig Unterstützung beim Radeln gewünscht? Der steile Berg, welcher immer unerklimmbar wirkte oder der störende Gegenwind, der manchmal zur Verzweiflung getrieben hat, sind nun kein Probleme mehr. Die Motorleistung kann beim E-Bike individuell eingestellt werden und somit kann die Fahrerin/der Fahrer selbst entscheiden, wie viel Unterstützung sie/er benötigt. Viele Motoren unterstützen mit bis zu 300 % der eigenen Tretleistung – somit können nicht nur weitere Strecken mühelos mit dem E-Bike zurückgelegt werden, sondern auch anspruchsvollere.



Vorteil: Schnelles Vorankommen



Mit dem E-Bike ist der Weg zur Arbeit, Schule oder Uni einfach schneller – kein lästiges Parkplatzsuchen in der Stadt, kein Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln, kein nerviger Stau im Straßenverkehr. Stattdessen ist man an der frischen Luft, bewegt sich (trotz Unterstützung des Elektromotors), hat Spaß und kommt direkter sowie ohne Umwege zum Ziel. E-Biken ist eben wie Radfahren – nur noch ein bisschen besser! Und das Potenzial ist definitiv dar, denn es gibt fast 30 Millionen Pendler in Deutschland. 80 % von ihnen haben einen Arbeitsweg von unter 25 Kilometer und nahezu jeder zweite deutsche Pendler fährt sogar weniger als 10 Kilometer zu Arbeit. Das sind ideale Distanzen für ein E-Bike!



Vorteil: Kein Führerschein notwendig



E-Bikes sind elektrisch angetriebene Fahrräder ohne Tretunterstützung und werden verkehrsrechtlich den „normalen“ Fahrrädern gleichgestellt. Die maximale Antriebsleistung des Motors darf 600 Watt nicht übersteigen, zudem gilt eine maximale Geschwindigkeit von 25 km/h. E-Bikes können von Kindern ab 12 Jahren alleine gefahren werden – darunter ist das Fahren eines E-Bikes nur in Begleitung eines Erwachsenen oder mit Radfahrausweis erlaubt.


Vorteil: Umweltfreundlich im Vergleich zum Auto


Je öfter das Auto in der Garage bleibt, umso besser für die Umwelt. Ein E-Bike produziert keinerlei schädliche Abgase und trägt somit zum Umweltschutz bei. Eine perfekte Alternative zum Auto, denn mit wenig Anstrengung kann fast jedes Ziel erreicht werden. Ideal für Kurzstrecken, um Besorgungen zu erledigen, Freunde zu besuchen oder einfach um ein wenig Bewegung an der frischen Luft zu machen. Durch die Unterstützung des Motors kommt man auch ganz entspannt und ohne Schwitzen an der gewünschten Destination an.

Beispiel hier in Köln – Ladestation:

E-Bike Ladestation hier in Köln
E-Bike Ladestation hier in Köln



Nachteil: Teurer als ein normales Fahrrad



Leider hat ein E-Bike nicht nur Vorteile, sondern eben auch Nachteile. Ein schwerwiegender Nachteil ist der hohe Preis. Die meisten einfachen E-Bikes starten bei 1000 Euro. Es gibt nur wenige gute E-Bikes unter 1000 Euro. Daher sollte man in der Regel für die Investition in ein E-Bike schon 2000 bis 3000 Euro berücksichtigt – erschwinglich ist das natürlich nicht für jede/n. Im Vergleich zu einem „normalen“ Fahrrad ist ein E-Bike somit wesentlich teurer. Soll das Fahrrad besondere Eigenschaften bzw. Features mitbringen (z. B. leichter Rahmen, spezielle Schaltung,…), dann muss man schon mit 5000 Euro aufwärts rechnen. Kleiner Tipp vor dem Kauf: Probefahrt machen. Nur so kann man wirklich feststellen, ob das Rad wirklich zu einem passt.


Nachteil: Eventuell nicht den körperlichen Fähigkeiten angepasste Geschwindigkeit


Der richtige Umgang mit E-Bikes will gelernt sein – auf vielen Verkehrsübungsplätzen werden Sicherheitstrainings angeboten, die von E-Bike-Neulingen genutzt werden sollten. Vor allem aber Senioren, die lange nicht mehr mit dem Fahrrad unterwegs waren, sollten ein Training absolvieren, da ein E-Bike doch eine neue Form der Mobilität darstellt. Wer kein Training absolvieren möchte, sollte die ersten Fahren in einer verkehrsberuhigten Zone durchführen und sich mit dem Fahrverhalten vertraut machen.


Nachteil: Weniger Bewegung als auf einem echten Rad


Wer sich vom Radfahren stramme Waden und einen knackigen Hintern erhofft, dem bleibt das Radfahren ohne jegliche Unterstützung nicht erspart. Der Elektromotor entlastet zwar den Körper und schont die Gelenke, aber er lindert auch die Qualen und somit den Trainingseffekt.

Nachteil: Akkus müssen regelmäßig aufgeladen werden

Der Akku beim E-Bike muss natürlich regelmäßig aufgeladen werden. Betonung liegt hier auf regelmäßig, denn wenn man diesen nur punktuell nutzt und dann lange Zeit nicht, wirkt sich dies negativ auf die Lebensdauer des Akkus aus. Die Leistungsfähigkeit geht so größtenteils verloren.


Nachteil: E-Bikes sind deutlich schwerer


Viele potenzielle E-Bike-Käufer machen sich zuerst gar keine Gedanken bezüglich des Gewichts, aber ein E-Bike hat es in sich. Durchschnittlich wiegt ein E-Bike nämlich zwischen 10 bis 12 kg mehr wie ein normales Fahrrad. Vor allem für Senioren kann dies zu einer echten Herausforderung werden, wenn diese das E-Bike z. B. aus dem Fahrradraum im Keller tragen müssen. Das Gewicht ist natürlich dem Akku sowie dem Elektromotor geschuldet. Dieser ist, je nach Leistungsfähigkeit, mehr oder weniger schwer. Natürlich spielt auch die Qualität des Fahrradmodells an sich eine Rolle beim Gewicht.



Fazit zum E-Bike



Vieles spricht für das E-Bike, einiges dagegen. Aber eines ist auf jeden Fall sicher – das Fahren mit einem E-Bike ist gesund. Denn ein Ausflug auf dem E-Bike ist besser als gar keiner. Trotz Elektromotor muss in die Pedale getreten werden, der Körper wird somit bewegt, frische Luft getankt und der Kreislauf angekurbelt. Außerdem vereinen E-Bikes Menschen mit unterschiedlichen Fitnesslevels. Die Unterstützung des Elektromotors kann, wie bereits weiter oben erwähnt, nämlich individuell angepasst werden. Ist die Herausforderung nicht groß genug, kann die Motorleistung gedrosselt werden. Dann muss die Fahrerin/der Fahrer wieder selbst mehr in die Pedale treten. Umgekehrt kann man die Unterstützung erhöhen, um mit anderen Personen, die fitter sind als man selbst, mithalten zu können.